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Landwirtschaft in Elze

von Carsten Brüggemann


Im Wassereinzugsgebiet der Wasserwerke Elze/Berkhof und Fuhrberg bewirtschaften wir einen Familienbetrieb. Die Betriebsschwerpunkte sind Schweine- und Hähnchenmast sowie Ackerbau. Großen Einfluss auf die Elzer Landwirtschaft hat die Förderung von Grundwasser zur Trinkwasserversorgung Hannovers durch das Elzer und Fuhrberger Wasserwerk. Durch die damit verbundene Grundwasserabsenkung ist das Grünland zu trocken und damit die Milchviehhaltung unrentabel geworden, die Kühe wurden also abgeschafft. Das Ackerland reagiert schon auf kurze Trockenperioden mit starken Ertragseinbußen.

Um eine gute Ernte einbringen zu können sind wir in Elze auf die Feldberegnung angewiesen. Da aber die Energiekosten in den letzten zehn Jahren stark gestiegen sind - Strom von 8 Pfennig auf 12 Cent je Kilowattstunde, Diesel von 50 Pfennig auf 1,10 Euro pro Liter - ist auch der Anbau von Getreide mit Ausnahme von Winterroggen hier in Elze unrentabel geworden. Der Winterroggen verträgt die Trockenheit auf unserem Sandboden noch am Besten, wenn zusätzlich mit Naturdünger wie Gülle und Hähnchenmist gedüngt wird. Das Getreide wird dann zu Mastschweinefutter weiterverarbeitet. Kartoffeln und Zuckerrüben gedeihen auch unter diesen widrigen Umständen.  Auf 25% unserer Anbaufläche wachsen Stärkekartoffeln, die wir zu einer Kartoffelstärkefabrik in Wietzendorf im Kreis Soltau Fallingbostel liefern.

Als große Zukunftsperspektive für die Landwirtschaft sehe ich den sich verändernden Energiemarkt. Biogasanlagen benötigen unsere Rohstoffe, aus Raps wird Biodiesel hergestellt, der Bau oder wenigstens die Beteiligung an Windkraftwerken kann lukrativ sein und durch die Ställe, vor allem im Außenbereich, haben wir die Möglichkeit Solarstrom zu erzeugen.

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